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Alessandro Basso Invitational

Alessandro Basso Invitational – eat.sleep.cycle. in Kroatien

Rennradfahren war und ist für uns im RADsyndikat immer mehr als nur ein Sport oder die Herausforderung eigene Grenzen auszuloten und zu überwinden. Es ist auch ein Lebensgefühl, ein bewusstes Genießen der Momente auf und neben dem Rad. Das ist der Grund, warum es uns ein persönliches Anliegen war, eine echte, italienische Rennradmarke im RADsyndikat zu haben. Das ist der Antrieb, mit Euch gemeinsam nach Girona oder zum Sportful Dolomiti zu reisen, nahezu jeden Mittwoch gemeinsam im Rahmen der Shoprides die Region unsicher zu machen. Oder die willkommene Gelegenheit um mit Euch bei einem Espresso zu fachsimpeln. Und die Erklärung, warum unser Claim Breathe.Feel.Be. lautet und nicht Höher.Schneller.Weiter.

Das Alessandro Basso, seines Zeichens Sohn des Firmengründers Alcide Basso und heutiger Geschäftsführer des italienischen Traditionsunternehmens, auf derselben Wellenlänge funkt, hat uns das erste Mai-Wochenende wiederholt deutlich gemacht. Nach zwei Jahren voller Zoom-Meetings und gecancelter Retailer Events war es sein Wunsch, ein Wochenende lang dem gemeinsamen Lebensgefühl zu frönen. Ohne auf Umsätze, Lieferschwierigkeiten oder Vorordern blicken zu müssen. Einzig und alleine um der Freude am Radfahren willen.

Wir haben uns dafür gemeinsam mit zwei Handvoll Kollegen aus Großbritannien, Spanien, Deutschland, der Schweiz und Tschechien in einem Ferienhaus auf der kroatischen Insel Krk eingefunden. Der ausgezeichnete Wein, das ausreichend vorhandene Bier und der eigens engagierte Koch mögen ihr Übriges dazu beigetragen haben, dass sich bereits am ersten Abend eine großartige Stimmung eingestellt hat. Es war deutlich zu spüren, dass hier Gleichgesinnte aufeinander getroffen sind und viel gelacht werden sollte.

Und so sind wir die kommenden drei Tage von Mario dem Local, über die Inseln Krk und Cres geguidet worden. Beide Inseln beeindrucken durch Ihre Vielfalt und die Möglichkeit lange und anspruchsvolle Touren auf vermeintlich so kleiner Fläche fahren zu können. Die Strassen sind abwechslungsreich, ob auf der frisch asphaltierten Hauptroute, in Serpentinen bergauf und bergab oder zwischen alten Steinmauern über roubaix-hafte Untergründe, hier ist für jeden etwas dabei. Kaffee und Süsskram gibt es auf Krk wie Cres in jedem Dörfchen und wir haben gefühlt alle angefahren. Klarer Favorit in der Gruppe war dennoch Cres, wegen Ihrer größeren Abgeschiedenheit und der schöneren Anstiege. 

Ob wir uns dabei von Coffee-Stop zu Coffee-Stop oder von einem der zahlreichen Plattfüße an Sepp`s Bike zum Nächsten gearbeitet haben, ist Ansichtssache, war aber letztendlich unerheblich. Der Kaffee hat zur Entspannung und die Plattfüße zur allgemeinen Erheiterung beigetragen. Apropos Erheiterung, am Ende waren sich alle einig, dass man immer ein, zwei Briten dabei haben sollte. Deren trockener Humor und Selbstironie sind erfahrungsgemäß Garant für Unterhaltung. Einer davon, Lee, im Übrigen Inhaber von eat.sleep.cycle. in Girona und sicher Gast bei unserem nächsten Trainingslager.

Das Alessandro Basso Invitational hat Sepp und mir wieder einmal verdeutlicht, warum wir die Dinge machen, wie wir sie machen. Warum wir uns Zeit nehmen und bereit sind eine Extrameile zu gehen, oder zu fahren. Warum wir aussergewöhnliche Marken wie Basso im Portfolio führen. Weil Rennradfahren für uns mehr ist als nur ein Sport. Weil ein echter Italiener wie das Basso nicht nur mit Startnummer eine gute Figur macht, sondern auch an die Laterne gelehnt beim Café. Weil es Tage gibt, an welchen der Weg das Ziel ist und der Anstieg mehr ist als nur ein Strava-Segment. Und weil es sich besser plaudert, wenn man nicht schon aus dem letzten Loch pfeift. 

Breathe.Feel.Be.

text & photos: Sebastian Schaeffer